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Wissenswertes über Hunde

Neue Studie bestätigt, was Hundehalter wissen

Welcher Hundehalter kennt die Situation nicht: Man muss dringend los und der Autoschlüssel ist mal wieder nicht aufzufinden. Beim Kommando „Such“ läuft der Hund zwar aufgeregt mit, zeigt uns aber leider nicht, wo der Schlüssel ist. Stattdessen holt er sein Spielzeug. Na toll! Denkt der Hund etwa nur an sich und will uns gar nicht helfen?

„Im Gegenteil! Hunde sind sehr motiviert uns Menschen zu helfen. Sie verlangen dafür noch nicht einmal eine Belohnung. Wir müssen ihnen nur sehr deutlich verständlich machen, was wir von ihnen wollen“, sagt die Biologin und Wissenschaftlerin Dr. Juliane Bräuer von der Universität Jena.

Sicher – man kann Hunden antrainieren, einen bestimmten Gegenstand zu suchen und anzuzeigen. Juliane Bräuer und ihr Team wollten aber gern herausfinden, ob die Vierbeiner auch ohne Training wissen, wann wir Hilfe benötigen, ob sie uns diese uneigennützig gewähren und unter welchen Bedingungen dies der Fall ist.

Um das herauszufinden, luden die Wissenschaftler untrainierte vierbeinige Testkandidaten zu einer Studie am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig ein. Für die Tests platzierten die Forscher einen Schlüssel in einem Raum hinter einer Tür aus Plexiglas, die sich mit einem Schalter öffnen ließ. Der Schlüssel war für die Hunde gut sichtbar.

Es stellte sich heraus, dass die Hunde sehr motiviert waren, dem Menschen zu helfen. Sie waren jedoch auf Hinweise angewiesen, wie sie dies bewerkstelligen konnten: Saß der Mensch unbeteiligt herum und las Zeitung, interessierte sich auch der Hund nicht weiter für den Schlüssel. Zeigte der Mensch jedoch Interesse an der Tür und dem Schlüssel, fanden die Hunde einen Weg, den Schalter an der Tür zu öffnen. Dies funktionierte nur, wenn sich der Mensch dabei möglichst natürlich verhielt.

Die Hunde zeigten dieses hilfsbereite Verhalten mehrfach, auch ohne dass sie dafür eine Belohnung – sei es in Form von Futter oder auch in Form eines Lobes – erhielten. Die Wissenschaftler schließen aus den Testergebnissen, dass Hunde dem Menschen gern helfen wollen. Sie verstehen es aber nur, wenn wir sachdienliche Hinweise liefern.

Aber warum zeigen sich Hunde so hilfsbereit? „Es ist wahrscheinlich, dass sich im Verlauf der Domestikation kooperatives Verhalten als Vorteil herausgestellt hat und hilfsbereite Hunde bevorzugt wurden“, sagt Dr. Bräuer.

Vierbeiner mit einem besonders ausgeprägten „Will to Please“, also dem Bedürfnis „ihrem“ Menschen zu gefallen, sind heutzutage übrigens ausgesprochen beliebte Familienhunde oder werden auch gern als Rettungs-, und Assistenzhunde eingesetzt. Sie sind „ihren“ Menschen gegenüber äußerst aufmerksam und würden ihnen jeden Wunsch erfüllen – wenn sie nur wissen, wie.

Tiere können psychotherapeutische Behandlungsdauer verkürzen

Immer mehr psychische Leiden werden laut des Gesundheitsreports 2015 der BKK diagnostiziert und immer mehr Menschen warten nach Angabe der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung oft monatelang auf einen Therapieplatz.

Tierische Co-Therapeuten können die Behandlungszeiten erheblich verkürzen, denn der Therapeut findet mit ihrer Hilfe schneller Zugang zum Patienten und auch Therapieerfolge stellen sich oft schneller ein. Aus der Erfahrung der Diplom-Psychologin und niedergelassenen Psychotherapeutin Regina Lessenthin sind Katzen Meister der Entspannung. Bereits seit über 25 Jahren setzt sie die Vierbeiner in ihrer Praxis ein. Sie fungieren dabei als Eisbrecher und Brückenbauer zwischen Therapeut und Patient.

Auch viele andere Heimtierarten eignen sich für den Einsatz als Co-Therapeuten. Dr. phil. Elisabeth B. Frick Tanner (Fachpsychologin für Psychotherapie) und Dr. med. Robert A. Tanner-Frick (Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie, Kinder- & Jugendpsychiatrie) setzen in ihrer Gemeinschaftspraxis in der Schweiz neben zwei Siam-Thai Katzen auch den Königspudel Lupo, Meerschweinchen, Kaninchen und Wellensittiche bei den Therapiesitzungen ein.

Auf die Quirligkeit und Fröhlichkeit der Vögel sprechen insbesondere Kinder gut an. Die kleinen Papageien fliegen in einem speziellen Raum frei herum. „Der Käfig bietet den Tieren jederzeit einen sicheren Rückzugsort und die Kinder spüren, dass auch sie sich immer an einen sicheren Ort zurückziehen dürfen“, sagt Dr. Frick Tanner.

Laut Frick Tanner eignet sich eine tiergestützte Therapie für Menschen aller Altersstufen, die in seelisch-geistiger Not sind, die an Lebenskrisen, Angstzuständen, Depressionen oder Verlusterfahrungen leiden sowie traumatische Erfahrungen gemacht haben. Darüber hinaus sei es hilfreich für die Patienten, ein eigenes Tier zu haben – sofern sie sich darum kümmern können. Tiere können tagtäglich Sicherheit und Freude vermitteln und für Entspannung sorgen.

Auch für die Wissenschaft gewinnt der Einsatz von Tieren in der Psychotherapie an Bedeutung: Erstmals wird im Oktober eine Tagung zum Thema „Tiergestützte Therapie: Grundlagen und Anwendungsfelder“ stattfinden

www.tiergestuetzte-psychotherapie.com

Texte und Bilder: IVH

Quelle: Marktblatt