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Katzen mögen es kuschlig

Katzen mögen es kuschelig

Wohnungskatzen lieben es warm. Wer sie gut beobachtet, kann das selbst herausfinden. Die ideale Zimmertemperatur hängt von Alter, Fellllänge und Gesundheitszustand ab. Wohlig warm fühlen sich Katzen, die lang ausgestreckt schlafen und sich dabei einige Male drehen. Zu kühl finden sie es, wenn sie beim Schlafen den Schwanz vor das Gesicht schlagen. Um die 22 – 24 Grad sind für normale Kurzhaarkatzen angenehm. Jedes Grad mehr schadet ihnen aber nicht, denn zielstrebig suchen sie die wärmsten Plätzchen in der Wohnung. Sie lieben Temperaturen um 30 – 35 Grad, die wir Menschen nur ein paar Minuten aushalten. Niedrige Temperaturen belasten aber auf Dauer ihr Immunsystem.

Ein langer, harter Winter macht nicht nur uns Menschen, sondern auch den lichthungrigen Wohnungskatzen zu schaffen. Die Zirbeldrüse produziert große Mengen des müde machenden Melatonin, die sauerstoffarme, trockene Heizungslust tut ein Übriges, um sie träge und lustlos werden zu lassen. Laut einer Umfrage zeigen 26 Prozent regelrechte Depressionen. Viel Farbe, Musik, frische Luft und Aufforderung zum spielen – also ein abwechslungsreicher Alltag, der alle Katzensinne anspricht – weckt die Lebensgeister auch im Winter.

Für Freigängerkatzen gilt dasselbe wie für Stubentiger. Sie werden im Winter, sofern sie es dürfen, im Haus bleiben, wollen jedoch nicht auf Freigang verzichten. Wichtig ist, dass sie jederzeit wieder ins Warme kommen können. Eine Katzenklappe ist hierfür die einfachste und sicherste Lösung. Ist das nicht möglich, sollte ein warmer, zugfreier Rückzugsort geschaffen werden, denn auch Katzen können Blasenentzündungen und Infekte bekommen, die tierärztlich behandelt werden müssen. Wichtig ist auch, dass sie stets Zugang zu frischem Trinkwasser und Futter haben, denn im Winter bei Schnee und Eis gibt es im Freien kaum Möglichkeiten sich selbst zu versorgen.

Auch kurzes, feines Fell schützt unsere Freigängerkatzen vor eindringender Kälte, sie überstehen Minusgrade einige Zeit ohne Schaden im Freien.

Wenn zur Kälte allerdings Nässe kommt, haben die meisten Kurzhaarkatzen wenig dagegen zu setzen, denn das feine Fell weist Feuchtigkeit nicht ab, die Nässe dringt auch durch die Unterwolle. Die meisten Katzen meiden deshalb, wenn möglich, Regen und umgehen Wasserstellen.

Bei einigen Halblanghaarkatzen, die sich in feuchtkaltem Klima entwickelt haben, ist das Deckhaar strähnig-fett und lässt Wasser und Schnee abperlen. Die dicke Unterwolle bleibt trocken. Durch den Temperaturunterschied drinnen und draußen kommt es bei vielen Katzen im Winter zu einem starken Fellwechsel.

Sie tauschen ihr Sommerfell gegen ein dichtes Winterfell. Durch Bürsten kann der Haarwechsel besser verkraftet werden, denn überschüssige Haare werden entfernt und bei der Fellpflege nicht verschluckt.

Im Gegensatz zum Sommer, wo Katzen gern lang ausgestreckt ruhen, rollen sie sich im Winter immer mehr ein, um ihre Extremitäten (Beine und Schwanz) zu schützen. Dort kühlt sich das Blut am schnellsten ab und lässt die ganze Katze frieren. Wird es sehr kalt hilft das Fell: es sträubt sich, denn die Luft zwischen den Haaren wärmt.

Weil sich über Vorder- und Hinterbeine das Blut wieder erwärmen lässt, liegen frierende Katzen nach Spaziergängen im Freien auch ausgestreckt gern über der warmen Heizung.

Aus dem Marktblatt - Text und Fotos: Helga Pinnau