Slider 01

Slider 02

Slider 03

Slider 04


Slider 05

Slider 06

Slider 07

Slider 08

Slider 09

Slider 10

Slider 11

Kastration von Katzen

Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter
Ist bei Ihnen ein Frühjahrskätzchen eingezogen, dann sollten Sie sich Gedanken über die Kastration machen.

Egal ob Katze oder Kater, dieser Eingriff erleichtert das Zusammenleben mit uns Menschen, denn die Tiere schliessen sich enger an uns an. Nach der Kastration werden die Katzen nicht mehr rollig, Kater verlieren ihren Geschlechtstrieb weitgehend und markieren nicht mehr durch Urin.

Unkastrierte Kater sind in der Lage, durch ungezügeltes Markieren eine Wohnung unbewohnbar zu machen. Außerdem werden die Katzen häuslicher und entfernen sich nicht mehr so lange und so weit von ihrem Zuhause. Dadurch setzen sie sich auch weniger Gefahren, wie Autounfälle, Kämpfe mit anderen Katern und Ansteckung mit gefährlichen Viren (FIV, FelV) aus. Man kann sagen, kastrierte Katzen und Kater haben eine höhere Lebenserwartung, als unkastrierte Tiere.

Früher wurden Katzen beiderlei Geschlechts sterilisiert. Bei diesem Eingriff werden nur die Samen- bzw. Eileiter durchtrennt. Eierstöcke und Hoden bleiben funktionstüchtig. So können die Tiere keinen Nachwuchs zeugen, bleiben aber sexuell aktiv. Also werden Katzen weiter rollig, was sogar zur Dauerrolligkeit führen kann. Wer schon einmal mit einer rolligen Katze zusammengelebt hat, kann bestätigen, dass dieser Zustand für Mensch und Tier sehr stressig ist. Ganz besonders wichtig zu wissen ist, dass Dauerrolligkeit zu schlimmen Gebärmutterentzündungen und –wucherungen führen kann, die letztendlich zum Tode führt. Kater markieren weiter und neigen zum Streunen. Bei der Kastration werden Hoden und Eierstöcke entfernt, dadurch verhalten sich die Tiere geschlechtsneutral.

Man sollte Katzen und Kater am besten vor der Geschlechtsreife mit 5-6 Monaten kastrieren. Allerdings gibt es auch frühreife Rassen, die schon mit 4 Monaten geschlechtsreif sind, wie z.B. Siam, Abessinier. Perserkatzen dagegen und andere Langhaarkatzen lassen sich mehr Zeit. Bei ihnen setzt die Pubertät später ein. Auch der Geburtszeitpunkt spielt eine Rolle, so können Katzen, die im Spätherbst oder Winter geboren wurden zum Teil schon mit 3 - 4 Monaten geschlechtsreif sein. Hier spielt gute Ernährung sowie Klimaerwärmung eine ausschlaggebende Rolle.

Viele Katzenhalter sind auch der Meinung, dass Katzen nach der Kastration dick werden. Das kommt aber nicht von diesem Eingriff, sondern einfach daher, dass sie zu viel fressen. Es stimmt aber auch, dass kastrierte Tiere eher zu Übergewicht neigen, als unkastrierte. Das liegt wohl einerseits daran, dass nach der Kastration weniger Kalorien verbraucht werden, andererseits das Fressen als "Hobby" angesehen wird. Um dem Übergewicht vorzubeugen, sollte man der Katze entweder weniger zum Fressen geben oder auf ein kalorienarmes Futter umsteigen. Mittlerweile gibt es schon Futter für kastrierte Katzen und Kater. Entscheidet man sich für ein kalorienärmeres Futter ist es ratsam, das Tier bereits vor der Operation langsam auf die neue Kost umzustellen. Es könnte sein, dass die Samtpfote das neue Futter mit dem Unwohlsein nach dem Eingriff verbindet und dauerhaft ablehnt. Wichtig ist auch, dass man mit den Wohnungskatzen so oft wie möglich spielt, damit sie sich bewegen.

Es wäre schön, wenn viele Katzenhalter, die noch nie über die Kastration nachgedacht haben, sich mit diesem Thema einmal befassen würden. Die Lebensqualität von Katze und Kater sinkt dadurch nicht. Im Gegenteil, der Trieb dem anderen Geschlecht hinterher zu jagen entfällt und das Risiko überfahren zu werden oder sich bei kranken Tieren anzustecken sinkt erheblich. Außerdem muß der unerwünschte Nachwuchs nicht ausgesetzt, in Mülltonnen oder in den ohnehin schon übervollen Tierheimen und Tierschutzorganisationen entsorgt werden. Wir sind überzeugt, auch das Zusammenleben mit unseren geliebten Samtpfoten wird harmonischer und viel intensiver.

Es ist nicht die Schuld der Katzen, dass sie zahllose Nachkommen zeugen! Nur wir können etwas gegen das Elend der vielen unerwünschten Katzenkinder tun, nämlich Kater und Katze kastrieren lassen!

Aus dem Marktblatt - Text/Bild: Helga Pinnau