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Hilfe, mein Hund ist zu dick!

Was kann ich als Hundehalter dagegen tun?

Übergewichtige Hunde trifft man leider sehr oft. Meist ist es übertriebene Tierliebe. "Weil ich meinen Hund so lieb habe, will ich ihm etwas Gutes tun und deshalb mache ich ihm zwischendurch immer wieder eine Freude" Oft ist es aber auch Bewegungsmangel! Man hat jetzt gerade keine Zeit oder Lust einen längeren Spaziergang zu machen. Aber ein Hund der den ganzen Tag Zuhause rumliegt und gerade mal zum Gassigehen rauskommt, wird im Laufe der Zeit dick und träge. Ein täglicher, langer Spaziergang muß unbedingt zum Tagesablauf gehören. Leckerlis müssen von der Futterration abgezogen werden.

Unerfahrene Hundebesitzer richten sich auch nach den Fütterungsempfehlungen auf der Futterpackung. Diese sind jedoch mehr als großzügig bemessen, so dass man oft mehr als zehn Prozent davon abziehen kann! Man sollte deshalb mit seinem ausgewachsenen Hund regelmäßig auf die Waage gehen, um das Gewicht zu kontrollieren.

Wie merkt man aber, dass der Hund langsam immer übergewichtiger wird? Da gibt es eine Faustregel: Stellen Sie sich über Ihren Hund und schauen von oben, ob Sie eine „Taille“ erkennen können, der hinter dem Brustkorb befindliche Teil des Körpers muß deutlich schlanker sein. Legen Sie beide Handflächen rechts und links auf den Brustkorb, sie sollten dann – ohne Druck – die Rippen fühlen können.

Ist der Vierbeiner erst einmal stark übergewichtig, wird es höchste Zeit den Tierarzt aufzusuchen, um ihn gründlich untersuchen zu lassen. Hierbei kann zum Beispiel festgestellt werden, ob eventuell eine Schilddrüsen-Unterfunktion vorliegt, wodurch der Hund durch den veränderten Stoffwechsel vermehrt Fett aufbaut. Ein Symptom hierfür ist zum Beispiel Haarausfall.

Das Mittel der Wahl: Bewegung!

Das Wichtigste für eine Gewichtsreduktion ist – wie auch bei uns Menschen – die Bewegung. Der Tierarzt wird den Halter beraten, wie viel laufen dem Hund gut tun würde und ob Futter mit niedrigerem Energiegehalt angebracht wäre. Er wird mit Ihnen besprechen, welche Sportarten sich für den Hund eignen, nach dem er Gelenke, Herz und Kreislauf untersucht hat. Dabei ist es sehr wichtig, die Leistung langsam zu steigern, damit das Tier nicht überfordert wird und der Spaß auf der Strecke bleibt. Auf keinen Fall darf eine Radikalkur zur Gewichtsreduktion gemacht werden. Hier darf man keinen Ehrgeiz entwickeln, dass die Pfunde schnell schmelzen. Beim Abbau von Fettgewebe werden Stoffe freigesetzt und über die Leber abgebaut. Wenn das in zu großen Mengen geschieht, kann es zu einer Überlastung der Leber führen.

Also lassen Sie Ihrem Hund Zeit, die überflüssigen Pfunde langsam wieder loszuwerden, schließlich hat er ja auch nicht über Nacht zugenommen! Es müssen nicht immer Leckerli sein. Machen Sie ihm eine Freude mit Streicheleinheiten und viel Lob, auch hierfür ist er dankbar! Die meisten Hunde sind begeistert, wenn Sie viel mit ihm unternehmen. Vielleicht sollten Sie nicht nur mit ihm laufen, sondern auch Hundesport betreiben. Das fördert das soziale Verhalten und es gibt für jeden Hund – natürlich auch für Sie – die geeignete Art der Bewegung die beiden Freude macht. Ob Jung oder Alt, versuchen Sie es!

Helga Pinnau

Aus dem Marktblatt