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Hilfe für gestresste Katzen und für ihre Besitzer

Hilfe für gestresste Katzen

Katzen produzieren in Drüsen bestimmte Botenstoffe, die Pheromone. Diese werden nicht bewusst wahrgenommen, sondern wirken überwiegend auf das Unterbewusstsein.

Sie dienen als Sexuallockstoff, zur Markierung des Reviers oder als Alarmbotenstoff bei Gefahr. Beim Reiben und Kratzen an Gegenständen oder beim Harnabsatz werden Pheromone freigesetzt und hinterlassen für Artgenossen Botschaften wie "Hier ist es sicher", "Hier droht Gefahr" oder "Hier wohne ich".

Dass Katzen ihr Revier markieren und dabei eine Pheromon-Nachricht hinterlassen, ist ganz natürlich. Für uns Menschen sind die Pheromone der Katze völlig geruchlos.

Ein Gefühl von Sicherheit

Wenn eine Katze sich an einem Platz sicher und geborgen fühlt, reibt sie ihren Kopf an den Möbeln, den Ecken der Wände, an der Unterkante der Gardinen und setzt dadurch bestimmte Gesichtspheromone frei.

Diese vermitteln Wohlbefinden, Ruhe und Sicherheit. Bei Veränderungen in ihrer Umgebung (Umzug, Rückkehr aus einer Tierklinik, Umstellen der Möbel, neue Katze oder neuer Mensch im Haus) oder auch wenn die Katze Angst hat, kann dies leicht zu einem Zustand der Unruhe und Stress führen.

Das wird oft von Verhaltensänderungen, wie vermindertem Spielbedürfnis, weniger sozialen Interaktionen, Appetitlosigkeit, Harnmarkieren oder Kratzen begleitet. Wissenschaftliche Studien belegen, dass bis zu 20 Prozent aller Katzen zeitweise oder dauerhaft solches Verhalten zeigen. Bei uns Menschen stoßen solche Protesthandlungen auf Unverständnis. Die Folgen, kaputte Möbel und Harngeruch sind allerdings auch unangenehm und sorgen oft für Ärger.

Bei Verhaltensstörungen sollte man zuerst nach der Ursache forschen: Steckt ein gesundheitliches Problem dahinter, gibt es genügend saubere Kistchen, haben die Katzen genügend Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, sind Kratzbäume vorhanden?

Wenn alles in Ordnung ist, das Zusammenleben aber trotzdem nicht glatt läuft, gibt es „dufte“ Unterstützung. Es ist nämlich gelungen, einige Pheromone im Labor zu analysieren und diese komplexen Botenstoffe nachzuahmen. „Feliway“ heißt die Kopie dieses Stoffes der bei Katzen Wohlbefinden, Sicherheit und Geborgenheit signalisiert. In Studien wurde nachgewiesen, dass gerade bei der Therapie von Verhaltensstörungen in über 80 Prozent der Fälle mit „Feliway“ gute und anhaltende Besserung erzielt werden kann. Feliway ist ein Zerstäuber, der in die Steckdose gesteckt wird und die Wohlfühlpheromone auf einer Fläche von 70 qm ausstrahlt. Die Behandlung sollte nach Möglichkeit in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.

Inzwischen gibt es auch „Felifriends“. Ein Spray, das einer neuen Katze das Zusammenleben mit einer oder mehreren Katzen erleichtern soll. In die Hand gesprüht und die Katzen damit gründlich streicheln, soll dabei hilfreich sein. Wenn sich der „Neuzugang“ allerdings nicht streicheln lässt, klappt es nicht, denn Felifriends ist nicht zum Einsprühen.

Text und Fotos: Helga Pinnau

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