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Die Feldenkrais-Methode

Auch für Tiere anwendbar

Dr. Moshe Feldenkrais lebte von 1904 bis 1984. Er studierte in Frankreich Maschinenbau Elektrotechnik und Physik. Seine Liebe galt besonders Judo, wo er sich besonders engagierte und zwanzig Jahre als Judolehrer tätig war. Als ihn eine alte, schwere Knieverletzung das Laufen unmöglich machte und die Operationsverfahren damals wenig Hoffnung auf Heilung gaben, beschloß er, sich selbst zu heilen. Über Monate experimentierte er mit kleinen, langsamen Bewegungen und es klappte. So entwickelte er seine Methode weiter und hat vielen Menschen damit geholfen.

Katja Spangenberg behandelt in ihrer Tierheilpraxis in Ehningen Patienten nach der klassischen Hömöopathie und Bewegungstherapie basierend auf der Feldenkrais-Methode. Das bedeutet hauptsächlich einen respektvollen, sanften und stressfreien Umgang mit Tieren. Wobei das Motto „Weniger ist mehr“ eine große Rolle spielt. Die meisten Tiere geniessen diese sanfte Bewegungstherapie sehr. Nicht zuletzt deshalb, weil der Fokus auf dem vorhandenen Potential liegt und nicht vorwiegend auf dem eingeschränkten Bereich des Bewegungsapparates. Sie interessiert sich also für die gut funktionierenden Bereiche eines Tieres. In erster Linie versucht sie, diese auszudehnen und damit die weniger gut funktionierenden zu aktivieren. Durch ihre Bewegungen bietet sie dem Zentralen Nervensystem des Tieres andere Bewegungsmöglichkeiten an, mit denen Schonhaltungen abgebaut werden und so die Bewegungsabläufe wieder leichter fallen können.

Gerade bei Altersbeschwerden, nach Operationen, Überlastung oder auch Unfällen kann die Feldenkrais-Methode sehr hilfreich sein. So legt sie so zu sagen ein neues Bewegungsmuster über das bestehende. Das Tier entscheidet dann selbst, welche Bewegungen im Detail langfristig integriert werden.

Nützliche Methode

Diese sanfte Bewegungstherapie kann dann eingesetzt werden, wenn sich Einschränkungen in der Bewegung oder der Beweglichkeit bei unseren Tieren eingeschlichen haben. Der Körper soll den bestmöglichen Bewegungsumfang mit geringstem Kraftaufwand wieder erlangen. Das Skelett soll stützen und die Muskulatur unverkrampft bewegen. Gerade bei unseren Tiersenioren kann mit dieser Arbeit viel Erleichterung geschaffen werden. Sie werden wieder sicher im Leben stehen, beweglicher sein, frei atrmen und die Sinne gut einsetzen. Eine neue Lebensqualität für Mensch und Tier.

Wie erfolgt die Behandlung

Jede Behandlung ist individuell auf das Tier abgestimmt und deshalb immer verschieden. Zu Beginn betrachtet Katja Spangenberg das Tier, um einen Eindruck zu bekommen wie es sich bewegt, wie es atmet, wie es sich verhält und welche Auffälligkeiten es sonst noch gibt. Danach beginnt sie mit den Händen die augenscheinlichen Eindrücke zu erfassen. Sie spürt damit, was sie sehen konnte. Nach und nach stellt sich heraus, wo sich Resourcen und Schonhaltungen befinden. Meistens wird der Patient auf seine gewohnte Weise bewegt, danach werden die Bewegungen so verändert, dass ein neuer, leichterer Bewegungsablauf aufgezeigt wird. Hierdurch bekommt die Muskulatur und das Skelett die Möglichkeit, sich neu zu organisieren. Die ausgeführten Bewegungen sind sehr klein, manchmal kaum sichtbar. Da die Feldenkrais-Methode mit dem Zentralen Nervensystem arbeitet, ist es nicht nötig, große, anstrengende Bewegungen auszuführen. Veränderungen stellen sich schon mit feinen, gezielten Bewegungen ein.

Mehr über die „Feldenkrais-Methode“ finden Sie unter www.sinnvoll-heilen.de

Helga Pinnau

Aus dem Marktblatt - Text/Bild: Helga Pinnau