Slider 01

Slider 02

Slider 03

Slider 04


Slider 05

Slider 06

Slider 07

Slider 08

Slider 09

Slider 10

Slider 11

Böse Plagegeister: Zecken

Gequälte Haustiere – Hilfe mit Spot-on Produkten

Besonders in diesem Jahr scheint die Zeckenplage groß zu sein. Täglich finden Hunde- und Katzenbesitzer mehrere diese kleinen Biester im Fell ihrer Lieblinge.

Es ist bekannt, dass Zecken Krankheiten nicht nur auf Menschen übertragen, auch unsere Haustiere sind gefährdet, wenn eine Zecke zu lange unbemerkt bleibt. Wußten Sie, dass sie nicht nur im Wald, dichtem Gestrüpp oder der Wiese zu finden sind? Immer mehr verbreiten sich Zecken, die sich in den Wohnungen vermehren und dort überwintern. Ausgewachsene Zecken können Pflanzen bis zu 1,5 m Höhe erklettern und fallen dann auf das vorbeistreifende Tier, überwiegend findet man sie jedoch mehr am Boden auf niedrigen Pflanzen. Zunächst befinden sie sich dann auf dem Fell und beißen sich erst später, meist an weniger behaarten Stellen fest.

Zecken sind Parasiten, die eine Entwickung vom Ei über Larven und Nymphen zur fertigen Zecke durchlaufen. Nach ihrem Biss spritzen sie Speichel unter die Haut, um das Unterhautgewebe aufzulösen. Damit werden Blut und Gewebe verflüssigt und können leicht aufgesaugt werden. Ein Teil die- ses Gemisches, das Zeckenspeichel und tote, aufgelöste Körperzellen enthält, bleibt zurück, wenn die Zecke abfällt oder entfernt wird. Die- ser Rest muß vom Körper des Hundes oder der Katze abgebaut werden.

Es entsteht eine Entzündung, die sich als Schwellung zeigt und meistens von allein wie- der verschwindet. Es kommt vor, dass sich die- se abkapselt und ein Zeckengranulom (eine bis zu einigen Zentimetern große, bindegewebs- artige Zubildung) bildet, das manchmal opera- tiv entfernt werden muß. Es ist anfangs schwer zu erkennen, ob sich Ihr Tier infiziert hat. Es treten Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber auf. Im weiteren Verlauf beobachtet man Symptome wie steife Gliedmaßen, Lahmheit, Schwellungen und Schmerzen der Gelenke, meist wechselnd zwischen den Gelenken der Vorder- und Hintergliedmaßen. Auch die Muskulatur kann betroffen sein. Die dadurch auftretenden Lähmungserscheinungen sind besonders intensiv nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf der Krankheit können auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Es treten Nervenentzündungen und Überempfindlichkeit im Rückenbereich auf.

Aber Zecken sind nicht nur Blutsauger und Entzündungsverursacher, sondern auch Krankheitsüberträger. So ist zum Beispiel die Zecken-Borreliose (Lyme-Borreliose) eine vor allem chronisch verlaufende, schwierig zu diagnostizierende, bakterielle Infektionskrankheit beim Hund. Sie kann von allen bekannten Zeckenarten übertragen werden. Eine Ansteckungsgefahr besteht überall, wo es mit Borrelien infizierte Zecken gibt. Die Erreger wandern vom Verdauungstrakt der Zecke in ihre Speicheldrüse, von dort gelangen sie beim Blutsaugen in die Haut des Tieres. Je länger sie saugt, umso größer ist das Risiko einer Infektion. Eine Ansteckung von Hund zu Hund spielt keine Rolle.

Ganz wichtig ist es, dass Hund Katze nach ihrem Spaziergang oder Freilauf regelmäßig nach diesen Saugern im Fell abgesucht werden. Findet man eine Zecke, die sich bereits in der Haut festgebissen hat, sollte man sie unbedingt entfernen, auch wenn das Tier mit einem Spot-on-Präparat behandelt wurde. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Zecke ordentlich mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernen. Greifen Sie die Zecke nicht zu weit hinten am Körper und ziehen Sie sie nicht ruckartig heraus, sonst besteht die Gefahr, dass man sie zerreißt und der Kopf stecken bleibt. Das kann zu gefährlichen Entzündungen und zu einer Infektion führen.

Immer noch ist man der Meinung, dass Zecken zuerst mit Öl, Alkohol, Äther oder sonstigen Lösungen beträufelt werden müssen. Das sollte man aber auf keinen Fall! Hiermit erreicht man nur, dass die Zecke als Reaktion darauf den kompletten Inhalt ihres Magens und ihrer Speicheldrüse in die offene Wunde und damit in den Blutkreislauf entleert. Auf diese Art werden die gefährlichen Krankheiten erst recht übertragen.

Vorbeugend vor den Stichen dieser Spinnentiere kann man ein Zeckenhalsband benutzen. Es wird einfach umgelegt und ist über einen bestimmten Zeitraum aktiv. Besonders in den letzten Jahren empfehlen Tierärzte vermehrt ein sogenanntens Spot-on-Präparat. Dabei wird eine kleine Menge Flüssigkeit zwischen die Schulterblätter direkt auf die Haut getropft. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden verteilt sich das Mittel über den ganzen Körper des Tieres. Weder das Halsband noch das Spot-on-Produkt verhindern aber, dass Zecken stechen.

Die enthaltenen Wirkstoffe sorgen nur dafür, dass die Blutsauger früher vom Wirt abfallen, als das normalerweise der Fall wäre. So sau- gen sie in der Regel nicht lange genug Blut, um Krankheiten übertragen zu können, es gibt nämlich mehr als fünfzig weitere Infektionen.

Helga Pinnau

Aus dem Marktblatt - Text/Bild: Helga Pinnau