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Auf Maggie ist Verlass - Therapiehund mit lebensrettender Aufgabe

Auf Maggie ist Verlass

Die dreizehn Monate alte Australian Shepherd-Hündin spielt ausgelassen mit der zwölf Jahre alten Annabell Breuninger in Holzgerlingen. Ein „gewöhnlicher“ Familienhund ist Maggie nicht, denn sie hat ihre Aufgabe.

Sie soll Annabell daran erinnern, dass es Zeit für die Insulinspritze ist, denn das Mädchen ist Diabetikerin. Schon als Welpe wurde der Vierbeiner spielerisch auf diese Arbeit im Hundezentrum Catu in Pfullingen vorbereitet.

Maggie geht mit zur Schule

An vielen Wochenendseminaren nahm die Familie teil. Vor kurzem legte Maggie ihre Prüfung als Diabetikerwarnhund ab und hat nun den Status eines Assistenzund Begleithundes, der es ihr erlaubt „ihren“ Diabetiker überall hin zu begleiten, auch in die Schule.

Die Ausbildung von Diabetikerwarnhunden gibt es in Deutschland seit 2007, in den USA, Australien, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien schon seit 2003. Die Hunde können den Geruch einer Unter- und Überzuckerung in Atem und Schweiß des Diabetikers riechen.

Sie lernen, den Kranken sowie Angehörige bei nächtlichen Unterzuckerungen zu wecken und grundsätzlich in einem Notfall Hilfe zu holen. Anforderungen, die an die Hunde gestellt werden, sind sehr hoch. Hierbei sind das Alter, Geschlecht oder Rasse nebensächlich. Sie sollten jedoch größer als 50 cm hoch, menschenfreundlich, ruhig und ausgeglichen, belastbar und nicht schreckhaft sein. Der Diabetikerwarnhund muss in allen Alltagssituationen die Ruhe bewahren. Er darf auch keinen ausgesprochenen Schutztrieb haben, da er im Notfall problemlos fremde Menschen an seinen Besitzer heranlassen muss.

So lernen die Vierbeiner Unter- und Überzuckerung zu erkennen und anzuzeigen, Hilfe zu holen, Hilfsmittel (Blutzuckermessgerät, Saft, Cola oder Traubenzucker) zu bringen und ihren Menschen über all hin zu begleiten. Hierzu müssen die Grundkommandos perfekt beherrscht werden. Bevor die Ausbildung begonnen wird, werden Temperament und Gesundheit sowie soziales Verhalten geprüft.Die Ausbildung dauert, je nach Wesen und Alter des Hundes, 6 bis 18 Monate.

Am Ende muss eine Wesensprüfung, eine Kommandoprüfung und nicht zuletzt eine Teamprüfung absolviert werden. Auch der Hundehalter muss zeigen, was er gelernt hat, denn auch er muss eine theoretische Prüfung ablegen.

Text und Fotos: Helga Pinnau

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